Biene 100

Biene 100 – Kaltenkirchen summt

 Pflegeleicht soll er sein, der Garten. Am besten einfach nur Rasen und eine Thuja-Hecke. Dann wird gedüngt und gemäht bis sich außer ein bisschen Löwenzahn nichts mehr aus dem Rasen traut. Während auf der einen Seite der Mensch seine grüne Wüste feiert und der Mähroboter seine Runden dreht, macht sich auf der anderen Seite bei den Wildbienen Verzweiflung breit.

Eine Vielfalt an Futterpflanzen und Nistmöglichkeiten – Status: Fehlanzeige. Dafür gibt es noch mehr Straßen, Gewerbegebiete oder Parkplätze. Der Mensch stellt für die Honig- und Wildbienen die größte Bedrohung dar. Auch der Einsatz von Pestiziden, wie die  Neonicotinoide und Glyphosat bedrohen die Bienen unserer Welt in zerstörerischer Form.

Nicht mit uns. Die Freie Waldorfschule Kaltenkirchen möchte den Bienen ein Stück Heimat zurückgeben. Mitten in der Stadt am Schulgebäude zum Kisdorfer Weg soll auf 200 m² ein Blumen-Dorado für die heimischen Bienenpopulationen entstehen. Ein Ort der Vielfalt – mit bienenfreundlichen Blumen und Pflanzen.

2019 wird die Waldorfschule 100 Jahre jung. Anlässlich des runden Geburtstages wurde weltweit Waldorf 100 ins Leben gerufen. Die Idee dahinter: Lokal handeln, global wirken. Heute sind über 3000 Waldorfschulen und Kindergärten in über 80 Ländern vertreten. Waldorf 100 hat sich zum Ziel gesetzt bis 2019 alle Waldorfeinrichtungen auf der Welt zu Bienen-Oasen werden zu lassen.

Wir machen mit. Die zweite Klasse der Freien Waldorfschule Kaltenkirchen hat unter Leitung ihrer Klassenlehrerin Tomke Biallas die 200 m²-Boden bereits bearbeitet. Für die Kinder stand fest: „Die Bienen brauchen etwas zu essen“. Dafür wurde eine Komposition aus Duft- und Blütenpflanzensamen ausgesät. Gespannt fällt nun der Blick auf die braune Muttererde. Ob es wohl bald in Kaltenkirchen summt – Fortsetzung folgt.

Lilly Mitterdiami

Foto: Copyright KinderSinnesGarten, Wahlwies