Buntes Treiben trotz klirrender Kälte

Wenn im Werkraum geheimnisvolle, archaische Gipsmasken entstehen, es nach afrikanischen und asiatischen Gerichten duftet oder leidenschaftlich analysiert wird, warum ein buntes Treppenhaus in den Farben des Regenbogens zu einem Interessenkonflikt führen kann, dann kann nur eines sein: Es ist Projektwoche.

Eine Vielzahl von Kursen öffnete vom 26.Februar bis 2.März im Sinne des Mottos „Einmal um die Welt – fremde Kulturen“ ihre Türen für die Schüler der Waldorfschule Kaltenkirchen. Wen bei dem Gedanken das Fernweh packt oder wer schon immer wissen wollte, wie es ist, in 80 Tagen um die Welt zu reisen, kann sich das Schattenspiel der Klassen 6-10 im Internet anschauen:

https://www.youtube.com/watch?v=-B2BnBfCn8I

Das Besondere in diesem Jahr war das Motto, das den Schülern im Rahmen ihres Kurses die Möglichkeit bot, verschiedene Länder und Kulturen kennen zu lernen. Alte Kontakte wurden vertieft, neue geknüpft. So trafen sich Schüler der neunten Klasse noch am Samstag der verschneiten Projektwoche  zu einem Fußballspiel mit minderjährigen Flüchtlingen aus Kellinghusen, die sie in ihrem Projektkurs kennen gelernt hatten.

 „Ein Aspekt der Projektwoche ist, dass die Schüler und Lehrer sich gegenseitig einmal anders als im Schulalltag erleben können“, so Gaby Hermsdorf, die zusammen mit Rainer Jensen für die Organisation der Projektwoche verantwortlich ist. Weben, musizieren, filzen, gipsen, inszenieren, diskutieren – es herrschte ein fröhliches, buntes Treiben trotz klirrender Kälte.

 

Text: Liane Mitterdiami