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Die Freie Waldorfschule Kaltenkirchen ist im Laufe der Jahre zu einem festen Bestandteil der pädagogischen Landschaft Kaltenkirchens geworden.
1994 entstand unser Hauptgebäude mit den Fachräumen für die Mittel- und Oberstufe: Physik-, Chemie-, Biologie-, Sprach- und Musikräume sowie ein Atelier für den Kunstunterricht, dem Foyer mit Bühne und Räumlichkeiten für die Verwaltung. 1997 wurde unsere Schule durch eine Turnhalle mit großer Bühne und 2006 mit einer Cafeteria und einem Gartenbauhaus erweitert.
Unsere erste „Heimat“, die ehemalige Landwirtschaftsschule wurde 2014 abgerissen.  Zwischen 2013 und 2015 entstand ein neues Unterstufenhaus, in dem sich neben der 1. bis 4. Klasse Förder- und Handarbeitsräume sowie eine Wartestube (Hort) und die Eltern-Schüler-Bücherei befinden. Ein kleiner Saal dient sowohl als Bewegungsraum als auch für Veranstaltungen wie Konzerte und Vorträge.

Etwa 240 Elternhäuser tragen die Schule mit ihrer Initiative. 35 Lehrer gestalten mit zurzeit 390 Schülern der Klassen 1 bis 13 den Unterricht. Zum Unterrichtskonzept gehören verschiedenen Praktika: Landwirtschafts-, Handwerks-, Feldmess- und Sozialpraktikum sowie eine Kunstreise in der 12. Klasse. Eine alljährliche Projektwoche, Monatsfeiern, Schulorchester und Chor sowie zahlreiche öffentliche Veranstaltungen wie der Herbstmarkt, Konzerte, Vorträge und Theateraufführungen gestalten das Schulleben lebendig und abwechslungsreich.

Die Waldorfpädagogik versteht sich als ganzheitliches Konzept. Sie führt die Schüler im Klassenverband von der 1. bis zur 12. Klasse zum Waldorfabschluss. Darüber hinaus sind alle staatlichen Schulabschlüsse zu erwerben: Erster und Mittlerer Schulabschluss  sowie die Allgemeine Hochschulreife oder Fachhochschulreife.

Alte-Landwirtschaftsschule Bereits im Jahr 1980 fanden Menschen zusammen, die sich mit anthroposophischen und pädagogischen Fragen auseinandersetzten, um in Kaltenkirchen für ihre Kinder eine Waldorfschule einzurichten. Zu diesem Zweck gründeten sie den „ Verein zur Förderung einer Rudolf Steiner Schule in Kaltenkirchen“, der einige Jahre später in “Verein zur Förderung der Waldorfpädagogik“ umbenannt wurde, da die Gründung der Schule doch einige Jahre intensiver Vorbereitung in Anspruch nahm. So wurde die pädagogische Arbeit zunächst mit der Einrichtung von drei Spielgruppen in einem Privathaus aufgenommen und aus dieser Arbeit heraus konnte dann 1984 der Waldorfkindergarten gegründet werden. Somit war der Grundstein für eine Waldorfschule in Kaltenkirchen gelegt. Der erste Schultag an der Freien Waldorfschule Kaltenkirchen war am 15. August 1988. Der Unterricht begann mit 4 Klassen, 96 Kindern und 10 Lehrkräften in der ehemaligen Landwirtschaftsschule, in der seit Sommer 1984 bereits der Waldorfkindergarten untergebracht war.

Der Schulverein ist Träger der Schule. Nahezu alle Eltern, Lehrerinnen und Lehrer sind Mitglieder dieses Vereins als sichtbares Zeichen ihrer Bereitschaft, Verantwortung und Mitarbeit zu übernehmen. Die Mitgliedschaft ist freiwillig und kostenlos. Eine der herausragenden Eigenschaften einer Waldorfschule ist die Chance und die damit verbundene Notwendigkeit, dass Eltern und Lehrer eng zusammen- und mitarbeiten und damit Raum für Initiativen entsteht, die in verschiedenen Arbeitskreisen und Gremien münden. Das Herz dieser Aktivitäten bildet der Elternrat. Ihm gehören Vertreter der Klassen, der Arbeitskreise sowie des Lehrerkollegiums an. Elternvertreter sind auf Landes- und Bundesebene organisiert (LER und BER). Auf Landesebene arbeiten auch LehrerInnen und GeschäftsführerInnen eng zusammen. Eine Frucht dieser Kooperation ist die Abitur-Vorbereitungsklasse, die sich aus Schülerinnen und Schülern der Freien Waldorfschulen Itzehoe, Neumünster und Kaltenkirchen zusammensetzt. Die Kooperation läuft seit mehreren Jahren mit Erfolg. Der Vorstand des Schulvereins arbeitet ehrenamtlich und besteht aus mindestens zwei Vertretern des Kollegiums und mindestens zwei Vertretern der Elternschaft. Alle Vertreter werden auf der einmal jährlich stattfindenden Mitgliederversammlung für eine Amtszeit von jeweils zwei Jahren gewählt. Der Vorstand ist für alle rechtlichen und finanziellen Belange in Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung und der Schulführung verantwortlich.

Der Verein zur Förderung der Waldorfpädagogik Kaltenkirchen e.V. ist mit seinen zurzeit  ca. 200 Mitgliedern die ideelle Stütze unserer Schule. Ziele und Aufgaben des Vereins sind es, öffentliches Interesse und Verständnis für die Waldorf-Pädagogik zu wecken, für die Schulfreiheit und –vielfalt in Schleswig-Holstein einzutreten und die Ausbildung angehender Waldorflehrer und Waldorferzieher zu fördern. Als Bauherr und Eigentümer der Schul- und Kindergartengebäude werden aus ihm die Pflege und Erhaltung der Gebäude finanziert. Der Verein zur Förderung der Waldorfpädagogik ist Träger der Freizeitschule, in der handwerklich-künstlerische Kurse für Kinder und Erwachsene stattfinden. Darüber hinaus finanziert er die Betreuung von Kindern der 1. bis 4. Klasse im Rahmen der verlässlichen Grundschule und der nachschulischen Betreuung, die Bundesbeiträge für den Bund der Freien Waldorfschulen, Veranstaltungen wie Konzerte und Vorträge, das zweimal jährlich erscheinende “Konturen”-Heft mit Beiträgen rund um die Waldorfschule und den Waldorfkindergarten und die Öffentlichkeitsarbeit der Schule. Menschen, die Interesse an der Waldorfpädagogik haben und den Verein in seiner Arbeit unterstützen möchten, sind jederzeit herzlich willkommen. Wenn Sie sich über eine Mitgliedschaft im Verein zur Förderung der Waldorfpädagogik e.V. informieren möchten, wenden Sie sich bitte an das Schulbüro der Freien Waldorfschule Kaltenkirchen: Tel. 04191 9301-0 oder per E-Mail: buero@fws-kaki.de

Die Freie Waldorfschule ist eine Schule in freier Trägerschaft. Das Land Schleswig-Holstein erstattet etwa 82% der Schulbetriebskosten; den Rest erbringt die Schule als Trägeranteil durch die Zahlung der Schulbeiträge der Eltern und durch Spenden. Die Regelschulbeiträge werden vom Schulverein der Freien Waldorfschule Kaltenkirchen festgesetzt. Abweichungen vom Regelbeitrag können in Abhängigkeit der wirtschaftlichen Verhältnisse der Erziehungsberechtigten im Rahmen eines ausführlichen Finanzgespräches vereinbart werden. Die Elternschaft versteht sich als Solidargemeinschaft, d.h. der Verein ist darauf angewiesen, dass finanziell gut gestellte Eltern einen über den Regelbeitrag hinausgehenden Anteil zahlen, damit ein Ausgleich für Familien mit geringem Einkommen gegeben ist. Es wird erwartet, dass sich alle Familien an der Finanzierung des Schulhaushalts beteiligen. Die Regelbeiträge sind zurzeit wie folgt: 253,- € für ein Kind, 295,- € für zwei Kinder, 329,- € für drei Kinder, 345,- € für vier Kinder. Für alle weiteren Kinder erhöht sich der Gesamtschulbeitrag um 10,- € pro Kind.